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Letzte Woche wurde die UNO deutlich. Der Leiter ihres World Food Programm warnte vor einer Katastrophe «biblischen Ausmasses». Millionen Menschen dürften in den nächsten Monaten akut und zusätzlich vom Hunger bedroht sein. In zahlreichen Staaten würden sich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erschütterungen der Covid-19-Krise zu einem furchtbaren Mix verbinden. «Es ist ein Hammerschlag für Millionen, die bloss etwas zu essen bekommen, wenn sie einen Lohn haben», sagte der Chefökonom des Food Programm, Arif Husain.
Die ersten Corona-Fälle in Brasilien trafen die obere Mittelklasse, die sich auf ihren Europa- und USA-Urlauben angesteckt hatten. Einer der ersten Todesfälle war eine Hausangestellte, deren Chefin sich in Italien angesteckt hatte. Ihre Angestellte hat sie weder informiert noch ihre Freigabe bewilligt, geschweige denn Schutzmassnahmen befolgt oder bereitgestellt.
Mittlerweilen hat es das Virus in die Favelas der Städte geschafft, wo oft weniger als die Hälfte der Menschen über fliessendes Wasser verfügen.
Und was sagt der brasilianische Präsident Bolsonaro in einem Fernsehgespräch vor wenigen Tagen? "Werden durch das Virus Landsleute sterben? Ja, klar. Die werden sterben. Wenn es da wen falsch erwischt, dann ist das ebenso. Sorry".

Dass es Bolsonaro nicht um Menschen, sondern um die Aufrechterhaltung der Wirtschaft geht, wurde deutlich, als er das Gesetz (MP 927) erliess wonach Arbeitgeber weiterhin die Möglichkeit haben, Angestellte im Krankheitsfall oder bei Infektionen ohne Entschädigung fristlos zu entlassen.
Das Streetworker Kinderhilfswerk Brasilien engagiert sich
Aufgrund der zunehmenden Kontamination durch das Virus (Covid-19) beteiligt sich das Streetworker Kinderhilfswerk Brasilien zusammen mit unserer Partnerorganisation «Grupo Ruas e Praças» und anderen sozialen Organisationen an einer kollektiven Mobilisierung zugunsten der obdachlosen Bevölkerung in Recife. Vorwiegend bei der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die auf der Strasse leben.
Der Sozialpädagoge João Carlos bastelte zusammen mit Teenagern Eimer mit Wasserhahn. Diese wurden im "Parque Treze de Maio" in Recife aufgestellt. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, häufiger die Hände zu waschen. Neben der Aufklärung zur Körperpflege, wurden auch Strassenkinder in der persönlichen Hygiene geschult.
Erschreckend ist, dass 15 Millionen Brasilianer immer noch kein aufbereitetes Wasser in ihrem Haus haben. Laut einer Studie von IBGE hatte ein Haushalt ohne Badezimmer ein um 61,3% niedrigeres Einkommen als ein Haushalt mit fliessendem Wasser.
Die Sozialarbeiterin Maria Eduarda Araújo lieferte Essen in Häuser gefährdeter Familien. Sie berichtete: «Es gab einen Besuch bei einer Familie, die mich in ganz besonderer Weise berührte. Zum Zeitpunkt der Spende war nur die Mutter zuhause. Den Jungen trafen wir später auf der Strasse. Er wusste sofort, wer wir waren und sagte mit leuchtenden Augen und einem Lächeln auf den Lippen. "Ich bin froh, dass Sie uns Essen gebracht haben. Wir hatten schon einige Tage kein Essen mehr im Haus. Wir brauchten es so dringend, dass wir angefangen haben zu singen und zu tanzen".  Diese eine Szene, werde ich nie mehr vergessen und wird immer in meinen Gedanken bleiben.
 
Die Realität ist schwierig zu ertragen, aber soweit wir können, leisten wir unseren Beitrag!
Wir müssen jetzt Handeln!
Schützen Sie jetzt die Ärmsten vor der Ansteckung mit dem Coronavirus. Dieser Einsatz ist nur möglich mit Ihrer Solidarität und Ihrem Engagement. Vielen Dank für Ihre Spende!

Zusamen mit unserer Partnerorganisation in Recife beobachten wir die Situation genau. Wir passen die Aktivitäten laufend der Krisensituation vor Ort an.

Peter Rieser
Präsident Streetworker Kinderhilfswerk Brasilien
Jetzt Helfen
Wir bedanken uns recht herzlich bei der Werner & Helga Degen Stiftung für die grosszügige Unterstützung unseres Gastronomie-Projekt "Street Food Brasil".
Durch die Unterstützung ist es uns möglich, das Projekt weiter voranzutreiben. Die Spende hilft mit, Strassenkindern einen Ausbildungsplatz auf unserem Food-Truck in Recife zu ermöglichen.
Wir freuen uns auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Werner & Helga Degen Stiftung.
Kontodaten für Spenden:
Online: https://www.street-food-brasil.com/corona
Streetworker Kinderhilfswerk Brasilien Arlesheim
Raiffeisen: IBAN: CH33 8077 6000 0053 5454 0

Zuwendungen an das Streetworker Kinderhilfswerk Brasilien sind vom steuerbahren Einkommen abzugsfähig!

Kontakt:
Projektseite:
Projekt Street-Food Brasil
Website: Streetworker Kinderhilfswerk
Büro +41 (0)61 525 13 24
Peter Rieser +41 (0)76 405 49 66

peter.rieser@streetworker.ch
Marie Regez (Mitglied im Vorstand) +41 (0)77 442 87 82
mregez@intergga.ch
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