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NEWSLETTER 2/2019

12. Juli 2019

DIE MENSCHEN HINTER DEN «DOPPELTÜREN»


Das jüdisch-christliche Vermittlungsprojekt Doppeltür entwickelt sich und gedeiht. Dies ist nur dank der Menschen möglich, die uns begleiten und unterstützen. Viele davon sind mit dem Surbtal eng verbunden. Wir wollen diese Menschen kennenlernen und ihre Geschichte und Geschichten erfahren. Aber auch Meinungen und Standpunkte sollen ihren Platz bekommen. In Zukunft öffnen wir jeden Monat eine Türe und schauen, was für eine Persönlichkeit dahintersteckt.

Auftakt zu unserer Serie macht heute Erika Gideon. Der Verein Doppeltür konnte das schöne Doppeltürhaus in Lengnau auch mit der grosszügigen finanziellen Unterstützung von Erika Gideon erwerben. Wir freuen uns, in Erika Gideon eine so charismatische und inspirierende Gönnerin gefunden zu haben! Lesen Sie selber…

DIE WURZELN IM SURBTAL,
MIT DEM HERZEN ÜBERALL 

Foto: Mirjam Kluka
Allzu viele Menschen gibt es nicht, die mit dem Surbtal so eng verbunden sind, wie Erika Gideon-Wyler. Gehen doch nicht nur ihre beidseitigen familiären Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert auf die beiden Dörfer Endingen und Lengnau zurück, ihr Schwiegervater wuchs sogar noch in Lengnau auf.

So war es ein glücklicher Zufall, dass der Verein Doppeltür sie als Gönnerin gewinnen konnte. Mit ihrer Unterstützung konnte das Doppeltürhaus erworben werden. An diesem Ort soll die wechselhafte Geschichte der Schweizer Juden festgehalten und sichtbar gemacht und Lehren für die Zukunft vermittelt werden.

Woher kommt Erika Gideon-Wylers Nähe zum Surbtal? Das beginnt schon mit ihrem Pass, denn sie ist Bürgerin von Lengnau. In den Jahren des Zweiten Weltkriegs war ihr Vater, Dr. Hugo Wyler, im Vorstand des Altersasyl Lengnau tätig, so wurde das heutige Heim damals genannt. Die Familie Wyler konnte dort Flüchtlinge aus ihrem Familienkreis unterbringen. Das verhalf der Familie öfters zu einem Sonntagsausflug dorthin, mit Fussmarsch von Niederwenigen nach Lengnau. Zudem war der Vater von Erika Gideon aktiv daran beteiligt, die Grabsteine von der «Juden-Insel» im Rhein vor der Überflutung auf den Surbtaler Friedhof, der genau in der Mitte zwischen Endingen und Lenganu liegt, zu retten.

Mit ihrer Heirat wurde aus der Endigemerin Erika Wyler, eine Lengnauerin. Wieder kam sie in eine Familie, die mit dem Surbtal engen Kontakt behielt. Die Vorfahren ihres Gatten Max Gideon lebten über manche Generationen bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Lengnau. Als dann die Renovation der Synagoge in Lengnau anstand, übernahm Max Gideon die Leitung. Kurze Zeit später konnte die glanzvolle Hochzeit einer Tochter Gideon darin stattfinden.

Also genug Gründe für die Familie Gideon-Wyler, ihrer familiären Geschichte eine Heimat zu geben, die sie ja noch mit manchen anderen Surbtaler Juden teilt.

DOPPELTÜR WÜNSCHT SCHÖNE FERIEN! 

Doppeltür verabschiedet sich in die Sommerpause und wünscht allen Leserinnen und Lesern schöne, sonnige und erholsame Ferien! Das nächste Mal sind wir Ende August wieder für Sie da. Bis bald!
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