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NEWSLETTER 8

7. Februar 2020

 

WAS GIBT ES NEUES?

Ist es nicht unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht? Seit dem ersten Newsletter in neuem Gewand sind schon wieder 6 Monate, 6 Ausgaben von «Die Menschen hinter den Doppeltüren» und sogar ein ganzes neues Jahrzehnt ins Land gezogen.

Auch der Verein Doppeltür hat nicht geruht und kann auf ein produktives, kreatives und lukratives Jahr 2019 zurückblicken. In diesem Sinn und Geist haben wir Ende Januar 2020 die 3. Generalversammlung durchgeführt. Wo? Welcher Ort könnte dafür geeigneter sein als «unser Doppeltürhaus» in Lengnau. Lesen Sie dazu gleich mehr...

3. GENERALVERSAMMLUNG DES VEREINS DOPPELTÜR IN LENGNAU

Quelle: Lukas Keller
Viel gab es zu berichten an der 3. ordentlichen Generalversammlung des Vereins Doppeltür. Vereinspräsident Lukas Keller führte wie immer charmant und eloquent durch die Traktanden. Nach der GV erzählte die Kunstdenkmäler-Inventarisatorin Edith Hunziker über das vielfältige Kulturerbe im Surbtal und gewährte einen Blick hinter die Kulissen der Kunstdenkmäler-Inventarisierung. Ihre Betrachtungsweise der Doppeltürhäuser löste eine Kontroverse aus, die über die GV hinaus zu reden gab.

Rund 40 Personen, darunter die Vereinsmitglieder, aber auch zahlreiche Gäste, haben sich Ende Januar im Doppeltürhaus in Lengnau für die Generalversammlung eingefunden. Vereinspräsident Lukas Keller konnte in jeder Hinsicht von einem positiven Jahr berichten: Das Projekt entwickelt sich gut und nimmt Gestalt an. Mit mittlerweile CHF 1,5 Millionen Franken an zugesicherten Beträgen, davon rund CHF 750'000.- im Jahr 2019, zeigt sich auch das Fundraising überaus erfolgreich.

Nach drei absolvierten Amtsjahren standen dann auch die Gesamterneuerungswahlen der Vorstandsmitglieder und der Revisoren an. Alle stellten sich zur Wiederwahl, ausser Dr. Thomas Pauli, der ab Mai 2020 die Stelle des neuen Direktors des Bernischen Historischen Museums in Bern antreten wird. Mit grossem Applaus wurde der alte neue Vorstand bestätigt. Lukas Keller bleibt Präsident des Vereins, Dr. Esther Girsberger amtet auch weiterhin als Vizepräsidentin. Franz Bertschi, Jules Bloch, Herbert Bolliger, Dr. Jonathan Kreutner, Dr. Carol Nater Cartier, Roy Oppenheim, Prof. em. Dr. Jacques Picard und Dr. Beat Walti bilden auch künftig den Vorstand. Verdankenswerterweise bleiben Max Bloch und Fridolin Kloter dem Verein als Revisoren treu.

Im Anschluss an die GV gewährte die Denkmal-Inventarisatorin Edith Hunziker interessante Einblicke in ihre Arbeit. Dabei stellte sie die Doppeltürhäuser, wie sie hauptsächlich im Surbtal anzutreffen sind, ins Zentrum ihrer Betrachtungen und diskutierte Funktion und Besitzverhältnisse dieser aussergewöhnlichen Häuser. Ihr Beitrag, in dem sie aufgrund der Brandkataster hauptsächlich die Besitzerschaft, aber nicht die Bewohnerschaft der Häuser untersuchte, wurde auch beim anschliessenden Apéro teilweise heftig und kontrovers diskutiert. Die damit ausgelöste Debatte veranlasste unter anderem Doppeltür Vorstandsmitglied Roy Oppenheim zu einer Entgegung sowohl in der Surbtaler Zeitung Die Botschaft als auch, gerade heute erschienen, in der Aargauer Zeitung.

DAS PROJEKT ENTWICKELT SICH

Das letzte Jahr stand ganz im Zeichen der Aufarbeitung und Weiterentwicklung der thematischen Grundlagen sowie des Fundraisings. Dabei wurden auch die inhaltlichen Ebenen des Gesamtprojekts überarbeitet und neu definiert.


Im Fokus stehen das Begegnungszentrum Doppeltür am Spycherweg 2 in Lengnau und die diversen Module mit den authentischen Originalschauplätzen. Eine aus Expert*innen zusammengesetzte Projektentwicklungsgruppe formulierte im Laufe des vergangenen Jahres drei übergeordnete Ziele: Erstens soll ein zentraler Ort für Begegnungen geschaffen werden, der als Treff- und Ausgangspunkt und als Ort der Vermittlung und des Dialogs in Form von Veranstaltungen und Workshops dient: nämlich das Zentrum Doppeltür. Zweitens sollen die unterschiedlichen Schauplätze auf dem jüdischen Kulturweg in verschiedenen interaktiven Formen entdeckt werden können. Drittens soll die einmalige Geschichte aus dem Surbtal in Kooperation mit gezielt ausgewählten Institutionen in die ganze Schweiz, ja sogar ins Ausland, ausstrahlen.

So ambitioniert geht es weiter: Noch in diesem Jahr soll das Projekt auch inhaltlich weit vorangetrieben werden. So wird ein Architektur-, ein Ausstellungs- und ein Betriebskonzept für das Begengnungszentrum Doppeltür erarbeitet werden. Wir werden Sie auch weiterhin über die Entwicklungen im Projekt informieren.

UMBAU DER LIEGENSCHAFT

Im letzten Herbst hat das Architekturbüro Sidler aus Baden erste Projektskizzen zum Umbau des Doppeltürhauses an der Spychergasse 2 zum Besucherzentrum vorgelegt. Diese präsentieren verschiedene Optionen zur Nutzung des Gebäudes.


Die eher engen Platzverhältnisse in der Umgebung schränken die Möglichkeiten allerdings ein. Sinnvoll scheint eine Erschliessung auf der Rückseitedes Hauses in die Höhe, die selbstverständlich einen Lift beinhaltet. Zudem könnte im Bereich zwischen Haus und Mikweh, ebenfalls rückseitig, unterirdisch ein Auditorium eingebaut werden, in dem Filme gezeigt oder Veranstaltungen durchgeführt würden. Für die Weiterentwicklung der Liegenschaft wurde ein substantieller Betrag ins Budget 2020 genommen, mit dem ein architektonisches Vorprojekt, ebenfalls vom Architekturbüro Sidler, ausgearbeitet wird.

«ZWISCHENHALT»: RADIO SRF1 BLICKT IN ENDINGENS SYNAGOGE

Im Rahmen der Radiosendung «Zwischenhalt» gewährte Doppeltür-Vorstandsmitglied Roy Oppenheim dem Schweizer Radio SRF 1 einen Blick in die Endinger Synagoge und erzählte, was es mit den Glocken auf sich hat: Hören Sie den Beirag hier (ab 11:40 Minuten)!

«KONTEXT»: PROJEKT DOPPELTÜR AUF RADIO SRF KULTUR

Am 27. Januar 2020 war es 75 Jahre her, dass das Vernichtungslager Auschwitz befreit wurde. Die Sendung «Kontext» auf Radio SRF Kultur berichtete aus diesem Anlass ausführlich über Schweizer KZ-Häftlinge und ein geheimes Helfernetzwerk für jüdische Verfolgte. Ab 40:50 Minuten hören Sie auch einen langen Bericht über das Projekt Doppeltür.
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