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Newsletter 19

vom 23. November 2022

Patronatsanlass und öffentliche Veranstaltung

Am 14. November 2022 führte Doppeltür einen Anlass für die Mitglieder des Patronatskomitees und weitere geladene Gäste im Gewölbekeller des Theaters im Kornhaus in Baden durch. Nach einer kurzen Begrüssung durch Lukas Keller zeigte Beat Heuberger den aktuellen Stand der Projektentwicklung auf.


(Beat Heuberger Projektleiter)
Quelle: DT
Alain Rappaport entführte das Publikum anschliessend in die szenografische Welt des Zentrums Doppeltür, dabei erhielten die Anwesenden einen visuellen Eindruck, wie sich das Haus am Spycherweg 2 in Lengnau dereinst präsentieren wird.


(Alain Rappaport, Szenograf)
Quelle: DT
Nach den Präsentationen konnten sich die Gäste mit verschiedenen Mitgliedern von Verein, Stiftung und Arbeitsgruppen austauschen und weiter im Detail informieren lassen. 
 
Am gleichen Abend fand auch die erste öffentliche Veranstaltung von Doppeltür unter Mitwirkung des bekannten Autors Charles Lewinsky statt. Diese stiess auf grosse Resonanz: Lukas Keller konnte rund 100 Interessierte im Historischen Museum Baden und über 60 weitere Personen, die den Anlass via Live Stream verfolgten, begrüssen und ihnen einen Überblick über das Projekt geben.


(Lukas Keller, Präsident Doppeltür)
Quelle: DT
Anschliessend führte Esther Girsberger, Vizepräsidentin Doppeltür, durch ein anregendes Gespräch mit Charles Lewinsky, der verschiedene Passagen aus seinem Erfolgsroman «Melnitz» vorlas. Die digitale Aufzeichnung des Anlasses steht unter diesem Link zur Verfügung.


(Esther Girsberger, Vizepräsidentin Doppeltür; Charles Lewinsky, Schriftsteller)
Quelle: DT

News aus Projektbereichen

Die Arbeitsgruppe Inhalt präsentierte dem Vorstand des Vereins Doppeltür erste Ideen, wie die Mikwe Endingen als zusätzlicher Originalschauplatz einbezogen und inszeniert werden kann. Dabei spielen die Verbindung von sakralen und profanen Bäderwelten sowie die Farbe Blau als Ausdruck der Leitmetapher Wasser eine zentrale Rolle. Als Ort der Ruhe sollen die Besucherinnen und Besucher der Mikwe sinnliche Erfahrungen machen können gekoppelt mit einer Wissensvermittlung nach dem Motto «klein aber fein». In einem nächsten Schritt wird das Konzept unter Einbezug der erhaltenen Rückmeldungen weiter verfeinert und finalisiert.


(Mike Endingen, Blick aus Nordwesten)
Quelle: DT


(Erste Visualisierungsidee Erdgeschoss)
Quelle: DT


(Erste Visualisierungsidee Obergeschoss)
Quelle: DT

Menschen hinter den Doppeltüren


Heute mit Alain Bloch



Alain Bloch (1978) wuchs in Endingen auf und studierte Finance an der Fachhoch-schule Baden und der Universität von Melbourne. Er war bei verschiedenen Banken tätig und arbeitet seit 2016 bei Bloch Partner Vermögensverwaltungs AG als Chief Operating Officer (COO). 

(Bild zur Verfügung gestellt von A. Bloch)
Alain Bloch lebt heute mit seiner Familie in Zürich-Wollishofen. Er ist verheiratet und hat 4 Kinder. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie und Freunden. Sport und gute Whiskys sind seine Leidenschaft.
Doppeltür (DT): Welche Beziehung haben Sie zum Surbtal? Welche speziellen Erinnerungen verbinden Sie mit dieser Region?
 
Alain Bloch (AB): Ich bin in Endingen in einer "Grossfamilie" aufgewachsen. Neben meinen zwei Geschwistern waren auch immer meine Cousins wie Geschwister für mich, da der Bruder meines Vaters die Schwester meiner Mutter geheiratet hat. Beide Familien haben im selben Haus mit zwei Wohnungen gelebt. Zudem haben meine Grosseltern im Nachbarhaus gewohnt und die Schwester meines Vaters ebenfalls. Ich habe in Endingen die Primar- und Bezirksschule besucht. Meine Eltern haben mich und meine Geschwister religiös jüdisch erzogen und uns gelehrt, unseren Mitmenschen mit Respekt zu begegnen. Für den Sabbat und die jüdischen Feiertage sind wir nach Lengnau in das Israelitische Alters- und Pflegeheim marschiert wo jeweils der jüdische Gottesdienst stattfand. Hier konnte man sehr gut beobachten, wie gut das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Herkunft funktioniert. Meine Familie und meine Wurzeln sind in Endingen im Surbtal. Aber auch heute bin ich über meine Freunde und die jüdischen Institutionen dem Surbtal noch sehr verbunden. 
 
DT: Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Herkunft spielt beim Projekt Doppeltür eine zentrale Rolle. Wie erleben Sie dies in Ihrem Alltag? Was sind die grössten Herausforderungen und Chancen aus Ihrer Sicht?
 
AB: Ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen ist die Grundlage unserer Gesellschaft. Gegenseitiger Respekt und Toleranz muss sich jede Generation wieder neu "erarbeiten" – ein Thema, das an Aktualität leider nie einbüsst, wie uns die Geschichte immer wieder vor Augen hält. Als jüdische Familie sind wir im Surbtal als eine Minderheit aufgewachsen. Unsere Freunde und Mitmenschen begegneten uns jedoch immer mit Respekt. In der heutigen Zeit ist es enorm wichtig, sich mit den unterschiedlichen Religionen und Kulturen auseinanderzusetzen und sich menschlich grosszügig zu begegnen. Eine gute Integration ohne vollständige Assimilation von Minderheiten ist ein Balanceakt. Endingen und Lengnau können hier – wenn es in der Geschichte auch nicht immer perfekt war – als gutes Beispiel für den Umgang mit Minderheiten dienen.

DT: Auf was freuen Sie sich am meisten beim Besuch des Zentrums in Lengnau?

AB: Für mich ist es essentiell, dass das einzigartige kulturelle Erbe und die Geschichte von Endingen und Lengnau auf unterschiedliche, spannende und interaktive Art und Weise an die nächsten Generationen weitergegeben werden kann. Ich freue mich, das Zentrum mit meiner Familie zu erkunden.

DT: Was sind Ihre Erwartungen/Wünsche an das Vermittlungsprojekt Doppeltür?

AB: Das Projekt Doppeltür soll ein realistisches Bild der Zeitgeschichte abbilden. Ich wünsche mir, dass dem Projekt Doppeltür der Erfolg beschert wird, den es verdient. Dem Projektteam möchte ich meinen aufrichtigen Dank für die unermüdliche Arbeit aussprechen.
 

Hinweis 

 
Die Generalversammlung des Vereins Doppeltür findet am Montag, den 13. März 2023, um 19:00 Uhr im Doppeltürhaus am Spycherweg 2 in Lengnau statt. 
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