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Liebe Lesenden,

bei meiner Überlegung, womit Ihnen und uns allen zum Jahresanfang gedient ist, entdeckte ich in einem alten Newsletter von uns aus dem Jahr 2012 die Zeilen meiner damals 17-jährigen Tochter.
Sie beschrieb ihre Begeisterung zum Reisen – und damit etwas, was viele von uns gerne am Anfang des Jahres planen und was auch in diesem Jahr 2021 weiterhin schwierig planbar ist.
Wenn Umstände uns einschränken, dann ist es hilfreich, seine Bedürfnisse zu ergründen und sich die Sehnsucht dahinter bewusst zu machen.
 

John Lennon singt:
I'm a dreamer, but I'm not the only one
I hope some day you'll join us; and the world will be as one
 
Reisen ist etwas, was viele von uns fasziniert.
Doch was verbirgt sich wirklich hinter dieser Begeisterung?
Ich entwickelte meine Leidenschaft fürs Reisen sehr früh – jede Urlaubsart begeisterte mich auf unterschiedliche Weise.
Doch es waren nicht nur das Reisen und die Orte, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten an sich, es war die Atmosphäre und Laune der Familie und der Menschen um uns herum. Es erschien immer wie eine sehr viel positivere und glücklichere Umgebung als im Alltagstrott; als wäre alles Belastende vergessen und zurückgelassen.
Über viele Jahre hatte ich das Glück, diese Erfahrungen mit meiner Familie zu teilen. Mit vierzehn Jahren, im Jahr 2009, entschied ich mich, mein zehntes Schuljahr in Australien zu verbringen.

Doch aus einem Schuljahr wurden drei – im Januar 2012 befinde ich mich immer noch in Australien. Von Anfang an war ich berauscht von der australischen Lebensweise – der Leichtigkeit, Positivität und Lebendigkeit des Alltages. Die Atmosphäre, die ich in früheren Urlauben so liebte, war nun 24 Stunden, 7 Tage die Woche um mich herum. Alle Menschen in diesem Land schienen „gute Laune“ als erste Priorität ihres Tages zu setzen.

Über die Jahre hat mich diese Atmosphäre sehr verändert. Ich entwickelte mich zu einer sehr viel positiveren, ehrgeizigeren und lebensfroheren Person. Auf einmal wachte ich jeden Morgen mit einem Grinsen im Gesicht auf und genoss jede Minute meines Tages egal wo oder wann.
Es zeigten sich Leidenschaften in mir, von denen ich nicht ahnte, dass sie in mir sind. Ich hatte auf einmal diesen Drang, alles aus meinem Tag rauszuholen. So wie John Lennon, kann auch ich nur sagen: „Imagine, all the people living for today“ (Lennon, J. Imagine: 1971).

Ich war sehr viel erfolgreicher mit allem, was ich anpackte und erreichte Dinge, die mir Möglichkeiten verschafften, von denen ich vor drei Jahren nicht mal hatte träumen können. Wie von magischer Hand hat sich mein Leben zu diesem fröhlichen Abenteuer entwickelt, das ich einfach nicht aufgeben konnte.
Doch es ist Januar 2012 und das Ende meines Auslandsaufenthalts in Australien kommt auf mich zu. Lange hatte ich Angst vor diesem Moment, wollte ihn nicht kommen sehen und wurde von sämtlichen Menschen gewarnt, wie traurig es sein wird; wie schwer es sein wird zurück in Deutschland genau so glücklich zu leben ... 
Doch an diesem heutigen Tag, wo ich dem Moment des Abschieds so nah bin und ich zurückschaue auf die letzten drei Jahre, realisiere ich, dass es nicht das Land war, was mich glücklich machte. Ich glaube es waren nicht einmal die Menschen, von denen ich hier so traurig Abschied nehmen werde. Es war nur ich selbst, meine Einstellung gegenüber dem Leben und anderen Menschen, was mich so glücklich machte, was alles hat so positiv aussehen lassen und alles Negative versucht hat schnell aus dem Weg zu schaffen. Somit ist es nicht meine Angst, die Menschen und das Land zurückzulassen, es ist die Angst davor, meine hier entwickelte Einstellung nicht beibehalten zu können.


Für mich persönlich gibt es kein wahres Zuhause und somit auch keinen „Ernst des Lebens“, zu dem ich nach einer Auszeit zurückkehren muss. Für mich ist Zuhause das Gefühl von Geborgenheit, Komfort und die Gewissheit, stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Dieser Gedanke ermutigt mich dabei, zu glauben, dass meine Positivität von nichts Äußerem abhängig ist, sondern nur von mir selbst. Und nachdem ich die letzten drei Jahre erfahren habe, wie stark Positivität, Glückseligkeit und das Genießen des jetzigen Momentes das Leben verändern kann – bin ich nicht bereit, es je wieder aufzugeben.


Ich grüße Sie / euch alle (noch) vom anderen Ende der Welt
Franziska Gärtner (Januar 2012)

Ich wünsche Ihnen für das neue Jahr, dass Ihre innere Ausrichtung Sie erfüllt.

Mit herzlichen Grüßen
Gabriele Gärtner & Team

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