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Liebe Lesenden,
 
Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt. (Hermann Hesse)
 
Wir sprechen von der dunklen Seite, unseren Schattenseiten und meinen damit die Kehrseite oder auch einfach den negativen Aspekt von einem ansonsten Positiven.
 
Solange wir unsere dunkle Seite nicht anerkennen, hat sie Macht über uns. Es macht keinen Sinn, darüber hinwegzusehen, denn alles in uns wirkt – ob es uns bewusst ist oder nicht.
Erst wenn wir unsere Schatten anschauen, ist es möglich, sie zu wandeln und unsere Macht damit zurückzuerlangen.
 
Während ich mir Gedanken zu diesem Newsletter-Thema machte, durfte ich ein sehr berührendes Coaching mit einem jungen, wie er selbst von sich sprach, behinderten Mann erleben.
Er litt darunter, sich immer anhören zu müssen, was er nicht könne. Da es ihm schwerfiel, sich schnell mit in Gespräche einzubringen, ist er übergegangen in Beobachtung und Wahrnehmung sowohl anderer als auch seiner eigenen Empfindungen. Nun verzweifelte er zunehmend, dass er in fast allem, was andere selbstverständlich machen, meist zu „langsam“ sei oder es gar nicht könne. Auch, was das reguläre Schul-/Lernpensum anbetrifft fühlte er sich durch sein Lerntempo ausgeschlossen. Obwohl er inzwischen in einer wundervollen Einrichtung/Werkstatt lebt, erfährt er doch tatsächlich auch dort ein für ihn nicht nachvollziehbares Verhalten: „Wir sind doch alle behindert und wieso sind dann nicht wenigstens wir in der Lage, aufeinander Rücksicht zu nehmen und machen es uns noch schwerer?“
Diese gesammelten Lebenserfahrungen ließen ihn immer mehr an sich zweifeln – alles in seinem Leben drehte sich um seine unübersehbare Behinderung und die Konzentration auf das für ihn Schwere bis gar nicht Erreichbare.
 
Seinen inneren Schatz kann er schwer transportieren – tiefe Weisheit und Feingefühl. Es fehlt ihm Austausch darüber, was ihn bewegt, was ihn wirklich ausmacht, und so konnte er den Wert seiner inneren Kostbarkeit nicht anerkennen. Er wollte nicht zeigen, was es da in ihm denkt, nicht noch mehr anders sein, als man es ihm so schon spiegelte.
 
Etwas in sich zu wissen, was kein Studium lehrt, sondern das Leben selbst – in diesem Fall ihn zwingend lehrte durch vor allem körperliche Begrenzung  ist nun ein entdecktes Geschenk. 
 
Emil Baschnonga sagte:
„Im Gegensatz zum Baum kann der Mensch seine Schattenseite jederzeit der Sonne zuwenden. Selbst wenn sie nicht scheint.“
 
Mit lieben Grüßen

Gabriele Gärtner & Team

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