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Liebe Freunde und Kollegen

Nachdem wir in unserem letzten Newsletter vor einem Jahr unser Büro und das Haus aus Hanf vorgestellt hatten, freuen wir uns aktuell an der steigenden Popularität von Hanf als Baustoff. Gerne möchten wir euch auf folgende zwei Informationsquellen aufmerksam machen:

Tec21: Vom Feld ans Haus
Gold vom Acker für Haus und Klima, Alternative: Hanf
April 2021
https://bach-muehle-fuchs.ch/Bach-Muehle-Fuchs_Tec21-Leseprobe.pdf

ARTE Re: Wärme dank Hanf und Hightech
Neue Wege zur Wärmewende
März 2021
https://www.arte.tv/de/videos/090637-094-A/re-waerme-dank-hanf-und-hightech/


Liebe Grüsse,
Daniel, Philippe, Simon

Hanfkalk ist ein Baustoff mit viel Potential, welcher in der Schweiz noch praktisch unbekannt ist. Dies, obwohl Hanf als Nutzpflanze lokal und traditionell verankert ist. Für die Herstellung von Hanfkalk werden von der Hanfpflanze die Hanfschäben (gehäckselte Stängel), ein Abfallprodukt der Faserherstellung benötigt. Hanfschäben werden heutzutage wenn dann als Tiereinstreu verwendet, meist jedoch schlicht verbannt. Die Weiterverwendung statt Verbrennung der Schäben ist damit im doppelten Sinne positiv. Die Mischung aus Hanfschäben, Luftkalk und Wasser ergibt Hanfkalk. Das Gemisch wird in einer Schalung gestampft und in Kombination mit einem Holzständerbau angewendet, als vorgefertigte Hanfsteine vermauert oder in Form von Fertigteilwänden verbaut.
Das Material hat einen relativ guten Dämmwert. Eine Mauer von ca. 40 cm Hanfkalk entspricht heutigen Schweizer Energievorschriften. Im Gegensatz zum Stampflehm oder -beton kann Hanfkalk monolithisch eingesetzt werden, was verschiedene ökologische, kreislaufwirtschaftsfähige und bauphysikalische Vorteile mit sich bringt. Auf einen heutzutage typischen Schichtenaufbau der Fassaden mit Dämmebenen, Folien und Kunststoffen kann beim Bauen mit Hanfkalk gänzlich verzichtet werden. Durch die monolithische Bauweise wird das Material als Speichermasse aktiviert und reguliert zusätzlich auf natürliche Weise den Feuchtigkeitshaushalt im Innenbereich. Dies wirkt sich vorteilhaft auf dynamische Betrachtungen des Raumklimas aus. Nicht nur für Neubauten eignet sich das Material, sondern auch für Ertüchtigungen des Bestandes, z.B. als innenliegende Vorwand für energetische Sanierungen.
Hanfkalk ist rezyklierbar und aufgrund seiner weltweit verfügbaren natürlichen Komponenten fundamental nachhaltig. Die schnell wachsende Hanfpflanze (Hanf wächst bis zu 10 cm pro Tag und bis zu 50 mal schneller als Holz!) bindet effizient CO2 und reduziert damit die Belastung der Atmosphäre nachhaltig. Hanfkalk hat eine bis zu 90% negative CO2-Bilanz.

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