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Werkstatt # 1 der 5. Förderrunde


Das Modell Neulandgewinner - Policy Paper


Neulandgewinner bei "Miteinander reden"


Neuland gewinnen im Strukturwandel-Bündnis


Die neue Landinventur ist online


Inventurwoche im Delitzscher Land in Sachsen


ENKOR - Neues Forschungsprojekt


Die 5. Folge des Landleuchten Podcast ist online


zum Jahresende

 
Liebes Netzwerk Neulandgewinner, liebe Interessierte an Zivilgesellschaft und bürgerschaftlichem Engagement im ländlichen Raum,
das Jahr neigt sich dem Ende zu und es war für viele von uns erneut nicht einfach: Veranstaltungen vorbereiten, ankündigen … und absagen.
Wir haben viel über digitale Kommunikation und Werkzeuge für Zusammenarbeit gelernt, aber die Sehnsucht nach „richtigen“ Begegnungen ist auch gewachsen.
Lest hier zum Jahresabschluss noch gute Nachrichten und zukunftsfrohe Ausblicke – z. B. auf die Ausschreibung einer 6. Förderrunde Neulandgewinner.
Wie immer freuen wir uns über Anmerkungen und Rückmeldungen
von Euch.
Euer Team von landlebtdoch und Neuland gewinnen e.V.


 Werkstatt #1 der 5. Förderrunde

Geschafft! Wir haben Corona ein Schnippchen geschlagen und uns mit allergrößter Vorsicht am 5. November zur ersten Werkstatt der derzeit geförderten Neulandgewinner*innen in Altenburg getroffen
In kleinen Gruppen haben sich die Neulandgewinner*innen gegenseitig ihre Projekte, Teams, Arbeitsbedingungen, erste Erfolge und Herausforderungen vorgestellt. Was Programmbüro und Mentor*innen schon vertraut ist, trat wieder ein: „Wow, in so einer Gruppe Gleichgesinnter, unter so vielen Aktiven bin ich hier gelandet.“ Gerade unter den schwierigen Bedingungen dieses Jahres war das eine willkommene „Energiedusche“.
Auf dem Programm stand unter Anderem eine Form der „kollegialen Beratung“, die den fremden Blick auf das eigene Problem in den Mittelpunkt stellt und durch diesen Perspektivwechsel zur Lösung beiträgt. In drei Gruppen haben die NLG das ausprobiert und die Problemgebern erhielten wertvolle Anregungen. Eine weitere Aufgabe war die Benennung des „gemeinsamen Neulands“ durch die Beantwortung der Frage „Was wollen wir gemeinsam anschieben?“. Mithilfe der Turnier-Methode wurden aus den individuellen Antworten der Teilnehmer immer mehr Schnittmengen gebildet, bis wir am Ende zum folgenden, gemeinsam getragenen Ergebnis gelangten:

„Wir sind Inspirationsquellen, die mutig, lebendig, tolerant und gemeinsam neue Wege gehen – für eine gerechtere, nachhaltige Gesellschaft und zur Verschönerung des Landlebens.“

 

Das Modell Neulandgewinner - Fachwerkstatt und Policy Paper

10 Jahre Neulandgewinner-Programm! Unsere Erfahrungen aus dieser inspirierenden Zeit konnten wir im November während einer Fachwerkstatt zum Thema „Neue Orte und Ansätze zur Förderung von gesellschaftlichem Zusammenhalt – Erkenntnisse aus Forschung und Praxis“ diskutieren.
Die Werkstatt veranstalteten wir gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung und More in Common, anwesend waren etwa 20 Mitarbeitende aus Ministerien, Stiftungen und weiteren Akteure aus Bund und Ländern.
Ein Highlight war die Präsentation von Prof. Dr. Heinz Bude zur Evaluation des Neulandgewinner-Programms. Bei der Vorstellung des aus der Evaluation entstandenen Policy Papers wies er vor allem auf die Entstehung eines „Milieus der inklusiven Solidarität“  hin, das Neulandgewinner*innen schafften.
Die auf Kontinuität, Vernetzung und gemeinsames Lernen angelegte Förderung der Robert Bosch Stiftung habe die Herausbildung einer sozialen Bewegung ermöglicht. Die Neulandgewinner*innen böten mit ihrer Fähigkeit zu zukunftsorientiertem, pragmatischem Handeln und sozialer Urheberschaft Anschlussmöglichkeiten für immer neue Mitstreiter*innen.

Neulandgewinner bei
"Miteinander reden"

100 Projekte werden von 2021-23 im Förder- und Qualifizierungsprogramm der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Sechs Neulandgewinner*innen sind mit dabei:
Wibke SeifarthKerstin HoppenhausHof Prädikow e.V.Jan HufenbachFranziska Mascheck und Stefan Mömkes
Sie werden finanziell, aber auch mit Begleitung und Austausch dabei unterstützt, Projekte in ländlichen Räumen durchzuführen, die den wertschätzenden Dialog und demokratische Aushandlungsprozesse befördern sowie Teilhabe vor Ort initiieren.
 

Neuland gewinnen im Strukturwandel-Bündnis

Neulandgewinner*innen wirken im länderübergreifenden Bündnis von engagierten Menschen und zivilgesellschaftlichen Organisationen für das mitteldeutsche Braunkohlerevier mit.
Um im Strukturwandel in den Kohlerevieren gleichberechtigt mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft auftreten zu können, braucht die Zivilgesellschaft eine selbstorganisierte strukturelle Vertretung. Der Landesverband Nachhaltiges Sachsen e.V. und das Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.V. organisieren diesen Prozess und haben die zehn Neulandgewinner*innen der betroffenen Landkreise um Mitwirkung gebeten. Das Strukturwandel-Bündnis wird Beteiligungsprozesse organisieren, Anliegen der Mitglieder mit einer gemeinsamen Stimme kommunizieren, auf politische Entscheidungsprozesse einwirken und als Ansprechpartner für Länder und Kommunen auftreten.
Am 24. Januar 2022, um 17 Uhr findet der nächste Stammtisch statt.


Die neue Landinventur ist online!

In die Überarbeitung, die wir mit der Deutschen Stiftung für Ehrenamt und Engagement als Partner umsetzen konnten, sind unsere Erfahrungen aus den Workshops der letzten Jahre und die Anregungen der Nutzer*innen eingeflossen. Die Landinventur 2.0 hat ein neues Design und gehört nun auch visuell unter Dach von landlebtdoch. Jetzt können Dörfer in ganz Deutschland mitmachen! Wir haben am Fragebogen gefeilt und den Vergleich überarbeitet. Anfang nächsten Jahres wird es die Landinventur App für das Handy geben.
Damit kommt neuer Schwung in die Arbeit mit den Dörfern vor Ort: Sowohl über das Programm "Engagiertes Land" der DSEE also auch durch das Forschungsprojekt ENKOR konnten wir im Landkreis Waldeck-Frankenberg mit der Kartierung beginnen. Noch drei Orte fehlen, dann haben wir insgesamt 300 Dörfer zurück auf die Landkarte gebracht. Macht mit oder meldet euch bei Interesse unter info@landinventur.de.

Inventurwoche im Delitzscher Land in Sachsen

Vor Sportlerheim, Pfarrhaus, Feuerwehr, Amtsstube und Gasthaus hat die mobile Forschungsstation Halt gemacht. Gemeinsam mit Bewohner*Innen vor Ort und dem Delitzscher Land e.V. brachten wir in fünf Tagen und zehn Terminen 53 der 107 Ortsteile auf die Landinventurkarte. Jeder Standort hat seinen Charme und erzählt davon, welche sozialen Orte es in einem Dorf gibt – oder eben nicht. Und an jedem Tisch passierte so viel mehr, als Zahlen in eine digitale Plattform einzutragen. Es fallen Sätze wie "Das Dorf ist überfremdet, die grüßen nicht mal, kennen die Leute nicht mehr und die kennen uns nicht.“ Bei der Fahrt von Dorf zu Dorf erscheint die Region nördlich von Leipzig flach und ohne landschaftliche Reize, dafür voll mit Infrastruktur und Arbeitsplätzen. Später sprechen wir von einer „pragmatischen Region und pragmatischen Menschen“ – das merken wir auch beim gemeinsamen Kartieren. Aus den Dörfern kommen kleine Teams, zum Teil gut vorbereitet. Der Blick ist sachlich, auch auf das, was es nicht mehr gibt, die Zukunft ist erstmal kein großes Thema. Inzwischen sind 70 der 100 Dörfer der Region kartiert. Gemeinsam mit dem Regionalmanagement starten wir nun in die umfangreiche Auswertung der Daten. Zum ersten Mal bekommen wir über die Landinventur einen Einblick in eine ganze Region. Im Februar 2022 werden die Ergebnisse auf einem gemeinsamen Termin vorgestellt und diskutiert.


ENKOR - Wer engagiert sich in welchen Konstellationen?

Seit Mai 2021 untersucht das Thünen-Institut für Regionalentwicklung im Projekt ENKOR ENgagementKOnstellationen in ländlichen Räumen. Zu häufig konzentrieren sich Untersuchungen auf nur eine Form des Engagements und übersehen, dass das Lebensumfeld von ganz unterschiedliche Akteur:innen gestaltet wird: vom klassischen Ehrenamt oder der Vereinstätigkeit, über Bürgergenossenschaften und –initiativen, bis hin zu Bewegungen und einzelnen Personen. Die Frage neuen, innovativen Engagements diskutieren wir mit Expert:innen beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung in Berlin und digital am 26. Januar 2022 von 13:30 bis 15:30 Uhr.
Das Verbundprojekt wird im Rahmen der Fördermaßnahme „Ehrenamtliches Engagement in ländlichen Räumen“ im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Neben dem Thünen-Institut sind die Hochschule Zittau/Görlitz (TRAWOS-Institut, Prof. Dr. Raj Kollmorgen) die Georg-August-Universität Göttingen (Prof. Dr. Claudia Neu) und die Hochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. Kai Brauer) beteiligt.


Felicitas Hillmann: Diversität in Brandenburger Kleinstädten

Bei Migration denken die meisten an die großen Städte, an Berlin-Kreuzberg oder auch das Ruhrgebiet. Aber auch für kleine Städte ist Migration inzwischen ein Thema. Viele Kleinstädte auf dem Land kämpfen mit sinkenden Einwohnerzahlen und müssen sich über Strategien Gedanken machen, wie sie neue Bürgerinnen und Bürger gewinnen können. Prof. Felicitas Hillmann ist Geographin und befasst sich unter anderem mit der Migration in Brandenburg. Dazu hat sie in einer Studie seit 2019 Bürgermeister und andere Akteure in acht brandenburgischen Kleinstädten befragt, um herauszufinden: Was passiert, wenn in so eine homogene Bevölkerung plötzlich Migration kommt?
Der Podcast kann über unsere Webseite oder alle gängigen Podcast-Mediatheken gehört werden. 

Ausschreibungen

6. Runde Neulandgewinner
Das Programm „Neulandgewinner – Zukunft erfinden vor Ort“ fördert Akteure, die Gesellschaft gestalten wollen, die lieber selber machen als machen lassen und in einer aktiven Bürgerschaft eine notwendige Voraussetzung für Lebensqualität vor Ort sehen. Gemeinsam mit dem Thünen-Institut für Regionalentwicklung übernimmt der Verein Neuland gewinnen e.V. mit Beginn des Jahres 2022, in der sechsten Förderrunde größere Verantwortung und gemeinsam führen wir das Programm zukünftig weiter. Hinter uns stehen mit den Bundesländern Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Robert Bosch Stiftung starke Partner.

Ab Anfang 2022 können sich engagierte Menschen aus den ländlichen Räumen Ostdeutschlands bewerben. 
 

 

Initiative Musik – Musikclubs2
Das Programm richtet sich an Betreiber:innen von deutschen Musikclubs, in denen Livemusikveranstaltungen aller Genres stattfinden. Es unterstützt damit Projekte von Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden und einen unverzichtbaren Beitrag zum Musikleben in Deutschland leisten, ihre Programmvielfalt zu bewahren und in die Zukunft zu planen.

2GETHERLAND
Das Camp ist ein Strategie-Labor für faire Chancen und gegen soziale Ungleichheit. Es ermöglicht den direkten Austausch mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu deren Problemen, Fragestellungen und Lösungsvorschlägen.

 

 

Tipp

Frisch aus dem Kühlhaus Görlitz: der neue „Plan B“ in Görlitz ist jetzt auch als App zu haben!
Plan B ist ein alternativer Stadtplan für die Stadt Görlitz, der die vielfältigen Angebote lokaler Akteure sichtbar macht und enthält sowohl Veranstaltungshinweise, Lieblingsorte und Geheimtipps.
 
 

Termine


26.-27.01. 
15. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung: "Starkes Ehrenamt – für ein gutes Leben auf dem Land!"

27.01.
10-11 Uhr
Neue Bündnisse für eine starke Kultur auf dem Land
Fachforum beim 15. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

02.-04.09.
Vormerken! - ÜBERLAND Festival in Görlitz

Herausgegeben von Neuland Gewinnen e. V. und dem Thünen-Institut für Regionalentwicklung
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